Ausbildungen bei der Wasserwacht Perach

Rettungsschwimmer
 

Wer sich bei der Wasserwacht ausbilden lassen will, beginnt mit dem deutschen Rettungsschwimmabzeichen in silber. Es beinhaltet sowohl eine theoretische als auch praktische Ausbildung. Hierzu zählen: Schwimmarten, Rettungstechnicken und erweiterte erste Hilfe. Grundvoraussetzung ist ein Mindestalter von 14 Jahren. (natürlich können auch die Rettungschwimmabzeichen in bronze und gold bei der Wasserwacht Perach gemacht werden)

Rettungsschwimmer im Wasserrettungsdienst:

 

Die Ausbildung Rettungsschwimmer im Wasserrettungsdienst "RsiWrD"

ist die Grundvoraussetzung um bei der Wasserwacht aktiv in der SEG oder beim Wachdienst mit zu arbeiten.

 
Vorraussetzungen sind:

 

- Mindestalter 15 Jahre

- DRSA Silber
- DRK Schnorchelabzeichen
- bestandener Eingangstest
- sichere Beherrschung gängiger seemännischer Knoten

 

diese Vorrausetzungen werden im Vorhinein bei Übungsstunden erlangt.

 

Lehrgangsinhalte und Lehrgangsdauer:

 

Ein vollständiger Lehrgang umfasst mindestens 16 Unterrichtseinheiten (UE) zuzüglich der Zeit für die Prüfung. Mindestens 4 UE entfallen auf die Grundschulung Reanimation mit AED.
Mindestens 50 % der Ausbildung (gemessen an der Gesamtstundenzahl) müssen als Praxis-Training gestaltet sein.

Folgende Inhalte werden behandelt:

 

- Einsatzgrundlagen, Sicherheitsaspekte und Dokumentation

- Teamarbeit, Teamführung und Einsatztaktik
- Grundschulung Reanimation mit Notfallausrüstung (Erwachsene, Kind, -  

   Säugling) in Zwei- und Mehrhelfer-Methode
- Grundschulung Reanimation mit AED mit anschließender Zertifizierung
- Training mit regional verwendeten Rettungsgeräten und Persönlicher

  Schutzausrüstung (PSA) wie z.B. Rettungsboje, Gurtretter, Rettungswurfsack, 

  Rettungsbrett, Spineboard, Sicherungsweste, Neoprenanzug,

  Tauchergrundausrüstung,...
- Rettung, Suche und Erstversorgung beim Ertrinkungsunfall
- Grundsätze der erweiterten Ersten Hilfe
- Möglichkeiten und Notwendigkeit von Basis-Notfallnachsorge (BNN) und             Psychosozialer Notfallnachsorge (PSNV)

 

 

Wasserretter im Wasserrettungsdienst 

 

Grundvoraussetzungen:

 

- aktiver Rettungsschwimmmer im Wasserrettungsdienst der BRK-Wasserwacht

- abgeschlossene Ausbildung zum Rettungsschwimmer im Wasserrettungsdienst (WRD)

- Fortbildungsnachweise gemäß DV WRD (Dienstvorschrift Wasserrettungsdienst)

- gültige Rezertifizierung Herz-Lungen-Wiederbelebung (HLW) und/oder mit    Automatischer Externer Defibrillation (AED)

 

Ausbildung:

 

Lehrgangsinhalte und Lehrgangsdauer:

 

Ein vollständiger Lehrgang ist in vier Module unterteilt und umfasst mindestens 64 Unterrichtseinheiten (UE). Er schließt mit der Prüfung zum Wasserretter.

Die Inhalte der Module sind Pflichtinhalte und können durch regionale und lokale Inhalte ergänzt werden. Das Modul "Regionales Einsatztraining Wasserwacht" ist ein Wahlpflichtmodul.

 

Die Ausbildung zum Wasserretter ist anwendungsorientiert und praxisnah zu gestalten. Die zeitliche Gewichtung der einzelnen Module muss ausgewogen und schlüssig sein. Ausreichendes Praxistraining (mind. 50 % gemessen an der Gesamtstundenzahl) und vollständige Fallsimulationen sind verbindlicher Teil des Lehrgangs. Ein Training in Kleingruppen ist empfohlen.

 

Alle Module haben Trainings-Charakter, deshalb müssen die theoretischen und praktischen Kenntnisse vor und nach der Teilnahme am jeweiligen Modul ausreichend und eigenverantwortlich erworben und beübt werden. Zum Erreichen des Ausbildungszieles sind ein Selbststudium, praktische Vorbereitung und Unterstützung der entsendenden Gliederung erforderlich.

 

 

Modul 1: "Basisausbildung Notfallmedizin Wasserwacht"

• Einsatzgrundlagen, Einsatztaktik und Sicherheitsaspekte
• Notfallbilder mit Leitsymptomen
• Grundlagen der Trauma-Erstversorgung
• sonstige Ursachen für Notfälle
• ergänzende Lernfelder: Schnittstelle Landrettungsdienst, Kinder-Notfalltraining

  Wasserwacht, erweiterte Diagnostik, Rettung und Transport 
• Teamarbeit und Teamführung
• Dokumentation, Übergabe, Assistenzmaßnahmen nach regionalen und lokalen

  Standards

 

 

Modul 2: "Einsatztraining Wasserwacht

• Einsatzgrundlagen und Sicherheitsaspekte
• Führungs-, Organisations- und Unterstellungsstrukturen in Wasserwacht und

  Wasserrettungsdienst
• Rettung, Erstversorgung und Transport mit dem Motorrettungsboot (MRB)
• Rettung und Erstversorgung bei Tauchunfällen
• Gerätekunde regionale und lokale Ausrüstung
• spezielle Einsatzsituationen, komplexe Einsatzbilder, dynamische

  Einsatzbilder
• Teamarbeit und Teamführung 
• Dokumentation, Übergabe, Zusammenarbeit mit Einheiten des Land- und

  Wasserrettungsdienstes

 

 

Modul 3: "Basisausbildung Fließwasserrettung"

• Fließwasserrettung 
• Sicherheitshinweise
• Schwimmen (aktiv und passiv) im fließenden Gewässer
• Gerätekunde (Wurfretter, Leinen, Knoten)
• Kontaktrettung

 

 

Modul 4: "Regionales Einsatztraining Wasserwacht"

regional bezogenes Einsatztraining, zum Beispiel 


• Einsätze in der Schnell Einsatz Gruppe (SEG)
• spezielles Rettungsmaterial
• Hochwasser- und Katastrophenschutz Einsätze
• Technische Hilfeleistung bei Wasserfahrzeugen
• Nachteinsätze
• Zusatzqualifikation Fließwasserrettung
• Vertiefung medizinischer Inhalte
• Eisrettung
• Vertiefung von Inhalten vorangegangener Module

 

Abgeschlossen wird dieser Kurs mit einer schriftlichen und Praktischen Prüfung

 

Mit dem Wasserretter ist die Grundausbildung der Wasserwacht beendet und man kann sich weiter in bestimmten Fachbereichen ausbilden lassen. Die Fachausbildungen gliedern sich im: Rettungstauchen, Bootsführer, Führungskräfte-Ausbildung, Flugretter

Ausbildung zum Rettungsbootsführer

 

Voraussetzungen:

 

Bewerber müssen:

- einen gültigen Dienstausweis der BRK - Wasserwacht besitzen
- die Ausbildung zum Wasserretter abgeschlossen haben
- am Tag der Prüfungsabnahme das 18. Lebensjahr vollendet haben, soweit

  gesetzliche Regelungen dem nicht entgegenstehen
- durch eine ärztliche Bescheinigung nachweisen, dass sie über ausreichendes

   Hör-, Seh- und Farbunterscheidungsvermögen verfügen und keine Anzeichen

   für das Vorhandensein sonstiger Krankheiten oder Mängel vorliegen (Die

   Bescheinigung darf nicht älter als 6 Monate alt sein)
- auf dem Dienstweg von seiner zuständigen Wasserwacht - Gliederung zur

  Ausbildung gemeldet werden und zuverlässig im Sinne des Schifffahrtsrechts

  sein. Die Zuverlässigkeit wird spätestens am Tag der Prüfung durch eine

  gültige Fahrerlaubnis oder durch eine entsprechende Erklärung nachgewiesen

 

 

Ausbildungsziel

 

Ziel der Ausbildung der Motorrettungsbootführer in der BRK-Wasserwacht ist es

die zur Führung eines Motorrettungsbootes gesetzlichvorgeschreibenen Kenntnisse und Fähigkeiten erwerben
Motorrettungsboote zur Rettung, Hilfeleistung und Bergung im täglichen Dienst und in Katastrophenfällen optimal einsetzen und fürhen können

 

Theoretische Ausbildung (30 UE)

Dienstvorschriften
Gesetzeskunde allgemein
Schifffahrtsordnung
Bezeichnung des Fahrwassers
Betonnung und Befeuerung
Befahrensregeln für Naturschutzgebiete
Fahrmanöver
Bootsarten / Motore
Wetterkunde
Sicherheitsvorschriften
Notsignale
Wasserwachtspezifische Themen

 

Praktische Ausbildung (10 UE)

Grundfertigkeiten
Umgang mit der Bootsausrüstung
Einsatz von Rettungsmitteln
Fahrmanöver
Verhalten gegenüber der Großschifffahrt
Rettungsmanöver
Umgang mit Tauwerk und Knoten

Führungskräfteausbildung

 

 

Modulare Führungskräfteausbildung der Wasserwacht

 

Führen im Einsatz 1: Truppführer

 

Voraussetzung:
• 16 Jahre
• Wasserretter erfolgreich abgeschlossen

 

Aufgaben:
• verantwortlich für 2-6 Einsatzkräfte

 

 

Führen im Einsatz 2: Gruppenführer (Wachleiter)

 

Voraussetzung:
• Lehrgang FiE1
• 18 Jahre

 

Aufgaben:
• verantwortliche Führungskraft auf der Wachstation
• verantwortlich für reibungslosen Dienstablauf
• Einteilung des Dienstplans und zu Verfügung stehendes Material
• Während Dienst Vorgesetzter für Einsatzkräfte (3-30)
• Führt Einsätze bis höhergestellte Einsatzkraft übernimmt

 

 

Führen im Einsatz 3: Gruppenführer (SEG-Leiter)

 

Voraussetzung:
• FiE 1 u. 2
• 21 Jahre
• Ernennung durch Ortsgruppenleiter

 

Aufgaben:
• zuständig für erfolgreiche Durchführung eines SEG-Einsatzes
• Verantwortlich für Einsatzkräfte in Trupp- bzw. Gruppenstärke und diesen 

  gegenüber Weisungsbefugt

 

Erkennung:
• blaue Überwurfweste

 

 

Führen im Einsatz 4: Zugführer Wasserrettung (Einsatzleiter WRD):

 

Voraussetzung:
• Lehrgang FiE 1-3 erfolgreich abgeschlossen
• 24 Jahre
• Berufung durch Leitung der Kreiswasserwacht

 

Aufgaben:
• Beurteilung der Gefahrenlage
• Einteilung der Einsatzaufträge für die einzelnen SEGen
• Führung und Koordination aller Einsatzkräfte vor Ort

 

Erkennung:
• gelbe Weste, ggf. grüne Weste

 

Führen im Einsatz 5: Verbandsführer (Zugführer K-WRZ)

 

Voraussetzung:
• Ausbildungsdauer: mind. 22H
• APV F schreibt als Zugangsvoraussetzung die Qualifikation als EL-WRD vor

 

Aufgaben:
• Führt taktische Einheiten deren Stärke 3 Gruppen übersteigt
• Abschnitts- oder Einsatzleiter bei Großschadenslagen

Ausbildung zum Rettungstaucher

 

Die Wasserwacht benötigt zur Durchführung ihres Wasserrettungsdienstes Ausbildungen zum - Signalmann - Taucher - Ausbilder Tauchen sowie notwendige Zusatzausbildungen. Kenntnisse und Fertigkeiten im Tauchen werden in Lehrgängen vermittelt. Diese Ausbildungen werden jeweils mit einer Prüfung abgeschlossen. Nach bestandener Prüfung ist die zuständige Leitung zur Ausstellung einer entsprechenden Urkunde berechtigt. Diese Ausbildungs- und Prüfungsvorschrift Tauchen (kurz APV-T) bestimmt die das Tauchen in der Wasserwacht betreffenden Regelungen. (1 UE = 45 Minuten)


Ausbildungen im bereich Tauchen:

 

Ausbildung zum Signalmann
Ausbildung zum Taucher
Ausbildung zum Ausbilder Tauchen (Lehrscheininhaber)

1. Ausbildung zum Signalmann (20 UE)

 

Vorraussetzungen:

 

Vollendung des 15. Lebensjahres vor Beginn der Ausbildung
Bei Minderjährigen, schriftliche Genehmigung der Erziehungsberechtigten zur Ausbildung
Mitgliedschaft in der BRK-Wasserwacht
Deutsches Rettungsschwimmabzeichen (DRSA) Silber oder Gold (nicht älter als 2 Jahre)
Erste-Hilfe-Grundausbildung (nicht älter als 2 Jahre) oder Erste-Hilfe-Training (nicht älter als 1 Jahr)
Sanitätsausbildung (SAN A/B)
Wasserretter
Funkeinweisung- und verpflichtung
Gesundheitliche Eignung nach GUV-R 2101 (formlose Bestätigung des Arztes, nicht älter als 1 Jahr)

 

Die Wasserwacht Perach führt im moment keine Tauchergruppe, ermöglicht aber allen Mitgliedern diese Ausbildung durchzuführen und steht einer Tauchgruppe in Zukunft offen gegenüber

 

 

 

 

 

 

Wassertemperatur

Badesee Perach

 

 

 

Im Moment keine Messung

 

 


 

Unwetterwarnungen

Aktuelle Unwetterwarnungen für Deutschland

Neue Veranstaltungspläne

Veranstaltungskalender Winter 2021-2022 Jugend - Erwachsene
Veranstaltungskalender Jugend- Erwachsen[...]
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Wasserqualität

Die letzte Messung am Peracher Badesee bestätigte eine

ausgezeichne Wasserqualität. Näheres können Sie dem veröffentlichten Bericht des Landratsamtes Altötting über die Wasserqualität der Saison 2016 entnehmen.

 

Einstufung Wasserqualität 2017.pdf
PDF-Dokument [313.0 KB]
Prospekt zur Eröffung des Freizeitgeländes Peracher Badesee
Im Juli 1977 wurde der Peracher Badesee offiziell seiner Bestimmung übergeben. Hier der Einweihungsprospekt von damals!
Prospekt zur Eröffnung 1977.pdf
PDF-Dokument [2.3 MB]